zu Be­such in 
 Dör­ren­bach 

Dör­ren­bach, etwa 20 Ki­lo­me­ter süd­west­lich von Land­au in der Pfalz ge­le­gen, ist das “Dorn­rös­chen der Pfalz”. Es wur­de schon 1975 als schöns­tes Dorf an der Süd­li­chen Wein­stra­ße aus­ge­zeich­net: Ma­le­ri­sche Fach­werk­häu­ser, das Rat­haus im Re­nais­sance­stil, die his­to­ri­sche Wehr­kir­che und eine Frei­licht­büh­ne prä­gen das Dorf­bild. Dör­ren­bach ist um­ge­ben von Wein­ber­gen und dem Bio­sphä­ren­re­ser­vat Pfäl­zer­wald — mit über 40 Ki­lo­me­ter lan­gen Wan­der­we­gen al­lei­ne rund um Dör­ren­bach. Aber es sind nicht nur die­se Äu­ßer­lich­kei­ten, die es zu ei­nem le­bens­wer­ten Ort ma­chen. Durch das En­ga­ge­ment der  Bürger*innen und der Ge­mein­de sind Lö­sun­gen in ver­schie­de­nen Be­rei­chen ge­fun­den wor­den, die Besucher*innen über­all spü­ren las­sen, dass es hier vor al­lem um ei­nes geht: um Ge­mein­schaft und ein gu­tes Mit­ein­an­der!

Ru­hig, ver­träumt, mit präch­ti­gen Bau­ten und fas­zi­nie­ren­den Fach­werk­häu­sern ver­führt das länd­li­che Dör­ren­bach mit Ruhe, Er­ho­lung, Har­mo­nie und Kul­tur. Ein Ort zum Er­ho­len, Wan­dern, Fahr­rad­fah­ren und na­tür­lich zum Ge­nie­ßen.

Dör­ren­bach ist ein mär­chen­haf­tes Wein­dorf mit viel Charme und Cha­ris­ma. Wo an­dern­orts Wein­prin­zes­si­nen ge­kürt wer­den, wird in Dör­ren­bach alle zwei Jah­re wäh­rend ei­ner be­ein­dru­cken­den Ze­re­mo­nie das Dorn­rös­chen ge­krönt. Ein Schau­spiel, für das die Dorf­be­woh­ner in fan­ta­sie­vol­le Kos­tü­me schlüp­fen und das Wein­dorf im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes ver­zau­bern.

Un­zäh­li­ge Wan­der­we­ge (wie z.B. der Pfäl­zer Ja­kobs­weg, Wan­der­weg Deut­sche Wein­stra­ße, Ge­brü­der Grimm Mär­chen­weg, Pfäl­zer Wein­steig, Ka­pel­len-Pil­ger­weg, Au­gust-Be­cker-Wan­der­weg) und Rad­we­ge bie­ten eine Viel­zahl an Frei­zeit­mög­lich­kei­ten. Er­ho­lung und Ent­span­nung bie­tet auch die Süd­pfalz­ther­me im na­he­ge­le­ge­nen Bad Bergza­bern.

(Quel­le: https://www.pfalz-info.com/doerrenbach-essen-trinken-weingueter-uebernachten/)

Im Mai 2025 ha­ben wir von der Re­si­li­enz­in­itia­ti­ve Dör­ren­bach be­sucht. Wir wa­ren neu­gie­rig ge­wor­den auf die­sen Ort. Dort hat­ten wir die Ge­le­gen­heit, mit ei­ner Rei­he von en­ga­gier­ten Bürger*innen in aus­führ­li­chen Ge­sprä­chen ge­mein­sam zu er­kun­den, war­um Dör­ren­bach heu­te ein so le­bens­wer­ter und re­si­li­en­ter Ort ist.

Un­se­re Vor­mit­tags­ge­sprächs­run­de: Udo De­rieth, Her­mes Pe­ter Herr­mann, Sil­ke Ho­haus-Wen­sauer, Mar­cel­la Tur­ner-Cmuch­al, Mar­kus Ho­haus (von links nach rechts)

Um bes­ser zu ver­ste­hen, wie Dör­ren­bach zu dem ge­wor­den ist, was wir bei un­se­rem Be­such vor­fin­den konn­ten, galt un­ser ers­ter Blick der Ver­gan­gen­heit. In Teil 1 un­se­res Be­richts fra­gen wir da­her, wie es be­gann

In Teil 2 geht es dar­um, wo Dör­ren­bach heu­te steht, was sich zwi­schen­zeit­lich al­les ge­tan hat bzw. was ak­tu­ell ge­ra­de läuft.

Ent­spre­chend wid­met sich Teil 3 dem Aus­blick, was ge­plant ist, wo noch Hand­lungs­be­dar­fe ge­se­hen wer­den oder was an Ver­än­de­run­gen auf Dör­ren­bach zu­kommt.

“AN­KER­PUNK­TE”

Zu­tat [1] im Er­folgs­re­zept

Schaf­fung von An­ker­punk­ten für die Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Ort (hier: Dorn­rös­chen so­wie Mär­chen von ges­tern und heu­te)

Un­ser Be­such soll­te vor al­lem dazu die­nen, bes­ser zu ver­ste­hen, ob Dör­ren­bach ir­gend­ein “Er­folgs­re­zept” be­sitzt, von dem auch an­de­re Orte pro­fi­tie­ren kön­nen. Mit die­sem ers­ten Be­such sind wir si­cher­lich noch nicht so­weit, das ge­naue Re­zept zu er­ken­nen, aber wir ha­ben alle Per­so­nen auch nach den aus ih­rer Sicht we­sent­li­chen “Zu­ta­ten” be­fragt. Die so ent­stan­de­ne “Zu­ta­ten­lis­te” ha­ben wir in den blau­en In­fo­bo­xen zu­sam­men­ge­fasst. So hof­fen wir, dass wir nach je­dem Be­such in ei­nem wei­te­ren Ort, bes­ser ver­ste­hen, was Kom­mu­nen kon­kret tun kön­nen, so dass sich ihre Einwohner*innen dort wohl­füh­len kön­nen.

Wenn man nichts vor­macht, macht’s kei­ner nach! Wir ha­ben da­mals ein­fach mal los­ge­legt, und ganz schnell ist aus dem Café Mit­ein­an­der ein Selbst­läu­fer ge­wor­den. Wir ma­chen es den Jun­gen vor und die ma­chen es nach. Wir ha­ben auch im­mer un­se­re Män­ner als Un­ter­stüt­zer mit da­bei.”

Fe­li­ci­tas Kraus
Sven Krie­ger (Orts­bür­ger­meis­ter)

Die Leu­te müs­sen se­hen kön­nen, dass sich hier et­was be­wegt.
Und dann ma­chen sie auch mit.
Man muss ih­nen nur die Mög­lich­kei­ten dazu bie­ten.
Es macht ein­fach Spaß, hier Orts­bür­ger­meis­ter zu sein.

Wäh­rend Co­ro­na los­zu­le­gen, war viel­leicht nicht der ein­fachs­te Start — aber in Zei­ten des “Ab­stand­hal­tens” konn­ten wir durch ge­mein­sa­me Ak­tio­nen wie selbst ge­stal­te­te Ad­vents­fens­ter ge­ra­de dann Nähe ge­stal­ten — das ist gut an­ge­kom­men und an­ge­nom­men wor­den.

Mar­cel­la Tur­ner-Cmuch­al
Her­mes Pe­ter Herr­mann (PR-Be­ra­ter und “Mit­glied fast al­ler Ver­ei­ne”)

In Dör­ren­bach sind Mär­chen aus al­ter und neu­er Zeit le­ben­dig. Mär­chen­haft soll es auch blei­ben, aber nicht ver­schla­fen; es muss wei­ter­ge­hen. Wer sich für das Dorf­le­ben en­ga­giert, er­hält ak­ti­ve Un­ter­stüt­zung von uns Äl­te­ren; aber die Jün­ge­ren sol­len vor­ne ste­hen. Alle, die et­was für un­ser Dorf tun, wer­den na­ment­lich ge­nannt und er­hal­ten so Wert­schät­zung.

Zum Welt­tag der see­li­schen Ge­sund­heit 2025 lu­den Land­rat Diet­mar See­feldt in Zu­sam­men­ar­beit mit un­se­rer Re­si­li­enz­in­itia­ti­ve rund 50 Eh­ren­amt­li­che und in Ver­ei­nen und Selbst­hil­fe­grup­pen en­ga­gier­te Men­schen in die Kreis­ver­wal­tung Süd­li­che Wein­stra­ße ein, dar­un­ter auch sie­ben Bürgermeister*innen. Am Abend der Ver­an­stal­tung be­rich­te­te der SWR in sei­nen Abend­nach­rich­ten so­wohl über die Ver­an­stal­tung als auch über Dör­ren­bach. Der Bei­trag be­ginnt ab Mi­nu­te 18:06 bis Mi­nu­te 21:22

G’schichde Pädl ist eine Rou­te, die als Spa­zier­gang durch Dör­ren­bachs mär­chen­haf­te Pädl (Gas­sen) führt und vie­le Ge­le­gen­hei­ten bie­tet, kos­ten­los Bü­cher zu fin­den und mit­zu­neh­men. Die­se Bü­cher sind frei zu­gäng­lich in den G’schichde Kisch­de, die über die gan­ze Stre­cke ver­teilt sind.