Der INKLUSIVA-Kongress beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema Neurodiversität.
Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Wahrnehmung und Denkweisen. Jeder Mensch nimmt seine Umwelt individuell wahr und verarbeitet Informationen auf unterschiedliche Weise.
Wenn sich das Denken einer Person deutlich von gesellschaftlichen Normen unterscheidet, wird in Abgrenzung zum Begriff „neurotypisch“ von Neurodivergenz gesprochen. Schätzungsweise etwa 20 % der Bevölkerung sind neurodivergent. Dies kann unter anderem Personen im Autismus-Spektrum, mit AD(H)S, Legasthenie, Dyskalkulie oder dem Tourette-Syndrom betreffen, ist jedoch nicht auf diese Diagnosen beschränkt. Der Begriff wird in Fach- und Gesellschaftsdiskursen auch kritisch diskutiert.
Neurodivergente Menschen können in verschiedenen Lebensbereichen auf Barrieren stoßen, etwa in Bildung, Arbeit oder Gesundheitsversorgung. Diese Herausforderungen begleiten viele Betroffene häufig über den gesamten Lebensverlauf. Eine inklusive Gesellschaft ist gefordert, diese Perspektiven stärker mitzudenken und passende Unterstützungsstrukturen zu entwickeln.
Im Rahmen des Kongresses werden in Vorträgen und Workshops unter anderem folgende Themen aufgegriffen:
• Einführung in das Thema Neurodiversität und Neurodivergenz
• Neurodiversität in Bildung und Arbeitsleben
• Neurodiversität im Alltag und in sozialen Lebensbereichen
• Barrieren in der Gesundheitsversorgung
• Unterstützungsleistungen und individuelle Teilhabe (z. B. Persönliches Budget)
• Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und Selbstvertretung
• Austausch- und Gesprächsformate zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen
Der INKLUSIVA-Kongress bietet Raum für Austausch, Vernetzung und fachliche Impulse mit dem Ziel, eine inklusivere Gesellschaft weiterzuentwickeln.
Der Eintritt ist kostenfrei.
Der Kongress findet am
- Freitag, den 4. September 2026
- im Kulturzentrum Mainz (KUZ) statt.
Weitere Informationen findest Du unter:
Den Trailer zum Kongress finden Du hier:

