Krisen- und Katastrophenvorsorge ist ein zentraler Baustein von Resilienz, weil Menschen, Organisationen und Regionen nur dann widerstandsfähig reagieren können, wenn sie sich vorher informiert, vorbereitet und vernetzt haben. Die neue Förderbekanntmachung des Bundesforschungsministeriums zielt genau darauf, die Selbsthilfefähigkeiten der Bevölkerung in Krisen- und Katastrophenlagen zu stärken und so gesellschaftliche Resilienz zu erhöhen.
Warum Krisenvorsorge Resilienz stärkt
Das neue Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung betont, dass eine resiliente Gesellschaft dann entsteht, wenn Bevölkerungsschutz, Eigenvorsorge und Selbstschutz zusammengedacht werden. Je besser Menschen Risiken, Gefahren und Vorsorgemöglichkeiten kennen, desto eher können sie handlungsfähig bleiben und Folgeschäden für sich, ihr Umfeld und ihre Region begrenzen.
Gerade die Erfahrungen der letzten Jahre mit Pandemie, Extremwetterereignissen und geopolitischen Spannungen zeigen, dass Krisen nicht die Ausnahme, sondern ein wiederkehrender Bestandteil unseres Alltags geworden sind. Resilienz bedeutet deshalb nicht nur seelische Stärke im Individuellen, sondern auch verlässliche Strukturen gegenseitiger Unterstützung in Nachbarschaften, Kommunen und Regionen.
Rolle von Zivilgesellschaft und Regionen
Die Förderbekanntmachung fordert ausdrücklich Verbundprojekte, in denen Wissenschaft, Behörden, Kommunen, Wirtschaft und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammenarbeiten, um Konzepte zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeit zu entwickeln und praktisch zu erproben.
Regionale Initiativen können hier eine Schlüsselfunktion übernehmen, weil sie die Lebenswelten der Menschen vor Ort kennen und bestehende Netzwerke nutzen, um Informationen, Lernangebote und Unterstützungsstrukturen zielgruppengerecht aufzubauen. So wird aus abstrakter „Krisenvorsorge“ konkrete Resilienzarbeit im Quartier, in Schulen, Betrieben, Vereinen oder Gemeinden.
Resilienzinitiative Pfalz als Partnerin
Die Resilienzinitiative Pfalz bündelt bereits vielfältige Angebote zur Stärkung persönlicher, kommunaler und arbeitsweltbezogener Resilienz in der Region und versteht sich als offene Plattform, die Ressourcen vernetzt und gemeinsam mit Partnern eine „resiliente Pfalz“ gestalten möchte. Sie bringt damit Erfahrungen in Prävention, seelischer Gesundheit, regionaler Vernetzung und niedrigschwelliger Ansprache der Bevölkerung ein, die für Verbundvorhaben zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeiten besonders wertvoll sind.
Vor diesem Hintergrund ist die Resilienzinitiative Pfalz offen dafür, sich als zivilgesellschaftlicher Akteur an Projektverbünden im Rahmen der neuen Bekanntmachung des Bundesforschungsministeriums zu beteiligen – sei es bei der Mitgestaltung von Bildungs- und Dialogformaten, bei der Einbindung regionaler Netzwerke oder beim Transfer praxisnaher Ergebnisse in die Pfalz. Interessierte Partner aus Wissenschaft, Kommunen, Einrichtungen der Daseinsvorsorge und anderen Organisationen können daher den Kontakt suchen, um gemeinsame Vorhaben zur Stärkung der Resilienz von Menschen und Region Pfalz zu entwickeln.