Neues Präventionsangebot in Speyer-West eröffnet – Name steht
„Erstberatung, weitervermitteln und da sein“ – diese Aufgaben erfüllt das neue Präventionsangebot des Pfalzklinikums in Speyer-West. Seit ein paar Wochen berät Projektkoordinatorin Lara Heß Menschen in Speyer-West bei allen Fragen rund um die seelische Gesundheit. Sie bietet dazu montags von 10 bis 12 Uhr eine offene Sprechstunde im Stadtteilbüro beim Berliner Platz in Speyer-West an (Kurt-Schumacher-Straße 16a) und ist mittwochs und donnerstags von 12-14 Uhr telefonisch für Anliegen erreichbar.
Gut wohnen als Hardware – gut leben als Software
Mit einer kleinen Feier für alle Interessierten wurde das Angebot letzte Woche in der Quartiersmensa neben der Grünen Mitte in Speyer offiziell eröffnet. „Ursprünglich war das Pfalzklinikum nicht für Präventionsaufgaben da, aber das Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung. Prävention braucht einen langen Atem und wir wollen nicht warten, bis Menschen erkrankt sind“, sagte Pfalzklinikum-Geschäftsführer Paul Bomke bei seinen Grußworten. Gefördert wird das Projekt mit 124.000 Euro vom GKV-Bündnis für Gesundheit. Auch Micha Coeleveld vom GKV-Bündnis betonte, wie wichtig Prävention ist: „Wir müssen den Menschen Werkzeuge an die Hand geben, um gut für sich zu sorgen. Das ist der Schlüssel für Resilienz“. Unterstützt wird das Präventionsangebot auch von den beiden Wohnungsbau-Gesellschaften GBS, Baugenossenschaft Speyer eG und GEWO Wohnen GmbH. Oliver Hanneder, Geschäftsführer der GEWO, bezeichnete gut wohnen als „Hardware“, bzw. das Dach über dem Kopf, gut leben aber als „Software“: „Als sozial engagiertes Wohnungsbau-Unternehmen liegt uns das am Herzen.“ Dem stimmte auch Bernd Reif, Vorstand der GBS, zu: „Wir sehen uns nicht als reinen Vermieter, sondern es geht um lebenswerte Nachbarschaften, soziale Stabilität und Gesundheit.“ Moderiert wurde die Veranstaltung von Ulrike von Haxthausen, BGM-Koordinatorin und Projektleiterin des Angebots am Pfalzklinikum. Lara Heß stellte kurz ihr Angebot vor: „Es handelt sich um eine Erstberatung. Bei Bedarf vermittele ich auch an weitere Stellen und lotse die Menschen durch das Hilfesystem.“
Neuer Name gesucht
Danach durften sich die Besucher*innen bei Eis, Kuchen und Kaltgetränken stärken. Viele Nachbarn waren gekommen, um sich über das Angebot zu informieren und den neuen Namen festzulegen. Gestartet war das Präventionsangebot zunächst unter dem Projekttitel: „Treffpunkt für Prävention, seelische Gesundheit und Selbstfürsorge“. Bei der Veranstaltung durften die Besucher*innen am Ausgang zwischen vier Alternativen für einen neuen, einfacheren Namen abstimmen. Das Rennen machte mit 33 Punkten der Name „Seelenkompass“, vor „Kraftquelle“ mit 18, „Mutraum“ mit 12 und „Gesundheitskompass“ mit 3 Stimmen.
Lara Heß stand für Wünsche und Anliegen zur Verfügung, die die Besucher*innen auch in einen Briefkasten werfen konnten. Die Initiative „Die Pfalz macht sich/dich stark. Wege zur Resilienz“, die den Seelenkompass unterstützt, stellte sich mit einem Infostand vor. Hier konnten die Besucher*innen testen, welcher Stresstyp sie sind: der/die Macher*in, der/die Harmoniebedürftige oder der/die Perfektionist*in. Die Ergebnisse sorgten teilweise für Lacher. (Finde den Test online hier auf unserer Seite: Stresstypentest – Link öffnet sich in neuem Fenster/Tab)
Kontakt:
Lara Heß, Projektkoordinatorin
Tel.: 0173-3721298
E-Mail: lara.hess@pfalzklinikum.de
Blogbeitrag vom 11.05.2026, Irina Kast