Ein neuer Denkrahmen für seelische Gesundheit

"Solange ich nicht krank bin und ich funktioniere, geht es mir gut“ – so denken viele Menschen über seelische Gesundheit. Aber seelische Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Es geht um die Frage, was unsere Gesundheit stärkt und uns widerstandsfähig macht, sodass wir mit Herausforderungen und Krisen im Leben gut umgehen können. Es geht um Resilienz.

Wie wir über seelische Gesundheit und Krankheit denken, wird beeinflusst von unserem persönlichen Umfeld im Alltag, von unseren Erfahrungen, kulturellen Werten, unserem Wissen, den Medien und vielem mehr – und unser Denken beeinflusst unser Handeln. Die Präventionsinitiative des Pfalzklinikums „Die Pfalz macht sich/dich stark – Wege zur Resilienz“ setzt sich dafür ein, dass seelische Gesundheit mehr ins öffentliche Bewusstsein rückt und die Menschen sich gegenseitig helfen können, gesund zu bleiben.

Ein anderer Blickwinkel

Um einen Perspektivwechsel anzustoßen, der den Blick stärker auf die seelische Gesundheit richtet, führen die Resilienz-Initiative und das Hanover Center for Health Communication (am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) ein gemeinsames Forschungsprojekt durch: „Ein neuer Denkrahmen für seelische Gesundheit – Wege zur Resilienz in der Pfalz“.

Hierzu werden die Menschen in der Pfalz, aber auch Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus dem Bereich Gesundheit über ihre Vorstellungen von seelischer Gesundheit und Krankheit befragt und die Medienberichterstattung analysiert. Mit diesem Wissen möchten die beiden Projektpartner eine Kommunikationsstrategie entwickeln, damit geeignete Botschaften zur Förderung seelischer Gesundheit bei den Menschen richtig ankommen. Im Zuge dieses sogenannten Re-Framing-Prozesses soll das Thema Resilienz in der Pfalz etabliert werden. Das Projekt wird in Kooperation mit unserem Partner FrameWorks Institute aus den USA durchgeführt.

copyright: Steffen Boiselle